Bild Eiszeitausstellung

Die Eiszeiten und das Ausseerland
Geowissenschaftliche Aspekte

 

Kurator: Univ. Prof. Dr. Dirk van Husen

Die Entwicklung des Erdklimas ist durch Schwankungen des Temperaturniveaus und somit der Eisbedeckung gekennzeichnet. Warme Perioden wechseln mit sehr kalten Phasen, den bekannten Eiszeiten, die auch im Alpenraum großräumige Vergletscherungen zur Folge hatten.
Ausgehend von der Präsentation der Klimaentwicklung der letzten 800 000 Jahre beschäftigt sich die Ausstellung mit den Methoden zur Klimarekonstruktion und Datierung, um dann auf die astronomischen und plattentektonischen Ursachen der großen Klimaschwankungen einzugehen.

Die Ausstellung widmet sich auch dem regionalen Aspekt der Würm-Kaltzeit und ihrer landschaftsprägenden Wirkung. Eindrucksvoll zeigt sie, wie die Gletscher die Landschaft des Ausseerlandes durch Erosion sowie durch mitgeführtes und abgelagertes Material modelliert haben, was auch durch Modelle anschaulich dargestellt wird.  

Man erfährt auch von einem geheimnisvollen, sehr tiefem See, dem „Loch“ von Bad Aussee, von der Traun, die einst zur Enns hin abfloss und anderen eiszeitlichen Spuren im Ausseerland.

 

 

 

Bild Höhlenotter


Eiszeitrelikte
Mit dem Rückzug der Gletscher vor ca. 18 000 Jahren endete die letzte Eiszeit. Da die ersten Besiedler der kargen nacheiszeitlichen Lebensräume bald von wärmeliebenden und anspruchsvollen Arten verdrängt wurden, mussten sie sich auf „Kälteinseln im Wärmemeer“ zurückziehen. Diesen Pflanzen - und Tierarten ist die Fotoausstellung „Eiszeitrelikte“ von Manfred Kohlbacher gewidmet.
Dass Moore Archive der jüngsten Klimageschichte sind, zeigt die Palynologin Dr. Ilse Draxler auf eindrucksvolle Weise.

 


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