Veranstaltungen 2024

Das Salzkammergut als bronzezeitliche Sakrallandschaft der Ostalpen

Bundesdenkmalamt, Universalmuseum Joanneum und Kammerhofmuseum laden herzlich zur Teilnahme an einer außergewöhnlichen Veranstaltung am 4. und 5. Juni ein.

 

Seit fast 30 Jahren betreibt das Bundesdenkmalamt mit der Archäologischen Arbeitsgemeinschaft Salzkammergut und dem Heimatforschungsverein Salzkammergut mit Beteiligung weiterer Institute archäologische Prospektionen und Grabungen im Salzkammergut, vorwiegend im Tal der Koppen- und Kainischtraun. Diese Arbeiten wurden mit der Denkmalschutz-Medaille ausgezeichnet. Im Kammerhofmuseum Bad Aussee werden die durchgehend restaurierten Funde aufbewahrt. Eine Auswahl wird in der erst im März 2024 neu und professionell gestalteten Ausstellung präsentiert.

 

Aus den vielfältigen Ergebnissen dieser Forschungen wurde das Thema der bronzezeitlichen Sakrallandschaften mit ihren kultischen Depots und Opferplätzen herausgegriffen: in dem von Bundesdenkmalamt und Universalmuseum Joanneum veranstalteten Fachgespräch sollen die Beobachtungen aus dem Salzkammergut durch Fachleute aus mehreren Staaten mit ähnlichen Phänomenen aus den Ostalpen und darüber hinaus verglichen werden.

 

Die Veranstalter laden alle an den regionalen archäologischen Forschungen interessierten Personen herzlich zur kostenlosen Teilnahme an den einzelnen Veranstaltungen ein. Das Kammerhofmuseum schließt sich dieser Einladung an und weist auf die Abendveranstaltung am Dienstag, dem 4. Juni hin, die im Kammerhof stattfindet.

Detailliertes Programm und Termine: www.bda.at

Anmeldung bis 27.05. unter archaeo@bda.gv.atist unbedingt erforderlich! Bei ausschließlichem Interesse an der Abendveranstaltung ist die Anmeldung auch unter info@kammerhofmuseum.at möglich

 

 

Foto: copyr. Universalmuseum Joanneum


26. Juli 2024, 20 Uhr

Vortrag im Kammerhofmuseum

Wolfgang Eckel

Die Ausseer Festspielwochen 1945 und das Ausseerland Orchester

Vom Reichsrundfunk-Bruckner Orchester Linz und St. Valentin über Aussee zur Elbphilharmonie in Hamburg

Albrecht Gaiswinkler gilt bis heute als wichtige Figur im Widerstand gegen den Nationalsozialismus im Salzkammergut. Nach Kriegsende bot er sich den Amerikanern als ortskundiger Agent des britischen Geheimdienstes an und wurde als „Regierungskommissär“ eine mächtige Person im Ausseerland. Dem Kultur-Netzwerk dieser schillernden Persönlichkeit gehörte auch Wolfgang Gurlitt an.

Unter dem Protektorat Gaiswinklers fanden im Spätsommer 1945 die Ausseer Festspiele statt, obwohl die Menschen unter Hunger und Wohnungsnot litten.

Besonders das „Ausseerland-Orchester“ verstand es, das Publikum mit seinen exzellenten Symphoniekonzerten zu begeistern. Kein Wunder, ging es doch aus einem Teil des ehemaligen Reichsrundfunk-Brucknerorchesters von St. Florian und Linz hervor. Es war von Gauleiter August Eigruber im April 1945 in das beschlagnahmte Sanatorium Elisabeth in Bad Aussee eingewiesen worden.

Mag. Wolfgang G. Eckel ist Politikwissenschafter und Historiker.

Zahlreiche Publikationen, z.B. „Wienseer“ (1915), Wissenskammer-Verlag

Eintritt: € 18.-; Abendkasse

 

Anmeldung möglich: 0676/83622520, info@kammerhofmuseum.at



27. März, 19 Uhr: Eröffnung der Sonderausstellung

"Wolfgang Gurlitt - Kunsthändler und Profiteur in Bad Aussee"

 

 

Die Kooperation des Kammerhofmuseums mit dem Lentos Kunstmuseum in Linz stellt sich als Glücks-fall für unser Museum heraus. Die Ausstellung zeigt Kunstwerke von großem Wert und informiert über die schillernde Persönlichkeit jenes Kunsthändlers, der Bad Aussee drei Jahrzehnte lang mit seiner weiblichen Großfamilie zum Wohnsitz wählte. Dass Gurlitt in der unmittelbaren Nachkriegszeit in das damals rege Ausseer Kulturleben eingebunden war und mit Albrecht Gaiswinkler und Emil Oesterley kooperierte, erweist sich als interessanter Beitrag des Kammerhofmuseums zur Ausstellung des Lentos-Museums - von den beiden Historikern Wolfgang Eckel und Hans Michael Roithner ehrenamtlich erstellt.


1. April, 10:30 Uhr: Eröffnung der neugestalteten Dauerausstellungen

"Archäologie" und "Salz"

Seit fast drei Jahrzehnten gilt das Ausseerland als eine der wichtigsten archäologischen Fundregionen der Steiermark.

Durch die intensive Zusammenarbeit zwischen historisch interessierten Einheimischen, wie z.B. dem derzeitigen Kustos Matthias Pointinger, und Wissenschaftler*innen entdeckte man zahlreiche Funde, die durch Qualität und Umfang international für Aufsehen sorgen.

 

 

Die vielen neuen Artefakte ließen die  archäologische Schausammlung stetig anwachsen. Nun soll der Schauraum für die Archäologie nach einem didaktisch durchdachten Konzept erneuert werden. Kurator ist Mag. Daniel Modl, ein Archäologe des Joanneums, den nicht nur private Bande mit dem Ausseerland und freundschaftliche mit dem Ausseer Kustodenteam verbinden, sondern auch wissenschaftliche mit dem Bundesdenkmalamt - ein „Glücksfall“ für das Kammerhofmuseum. Für dieses Projekt konnte unlängst auch noch eine LEADER-Förderung  erreicht werden.

 

Fast ein Jahrtausend lang hat das Salz das wirtschaftliche, soziale und kulturelle Leben der Menschen im Ausseerland geprägt. Den Ausseern ist das bewusst, von der Leitung der Kulturhauptstadt wird dies immer wieder betont – und vom Kammerhofmuseum wird dem mit der partiellen Neugestaltung der alten Ausstellung „Salz – das weiße Gold“ Rechnung getragen. Die Neuaufstellung wird vom Kustos DI Ernst Gaisbauer und die Vereins-Obfrau Sieglinde Köberl – kuratiert – von beiden in ehrenamtlicher Funktion.

 

Dieses Projekt wird von der Kulturabteilung des BMKÖS gefördert. Auch Herr Dr. Hannes Androsch hat seine Unterstützung zugesagt.