26. Juli 2024, 20 Uhr

Vortrag im Kammerhofmuseum

Wolfgang Eckel

Die Ausseer Festspielwochen 1945 und das Ausseerland Orchester

Vom Reichsrundfunk-Bruckner Orchester Linz und St. Valentin über Aussee zur Elbphilharmonie in Hamburg

Albrecht Gaiswinkler gilt bis heute als wichtige Figur im Widerstand gegen den Nationalsozialismus im Salzkammergut. Nach Kriegsende bot er sich den Amerikanern als ortskundiger Agent des britischen Geheimdienstes an und wurde als „Regierungskommissär“ eine mächtige Person im Ausseerland. Dem Kultur-Netzwerk dieser schillernden Persönlichkeit gehörte auch Wolfgang Gurlitt an.

Unter dem Protektorat Gaiswinklers fanden im Spätsommer 1945 die Ausseer Festspiele statt, obwohl die Menschen unter Hunger und Wohnungsnot litten.

Besonders das „Ausseerland-Orchester“ verstand es, das Publikum mit seinen exzellenten Symphoniekonzerten zu begeistern. Kein Wunder, ging es doch aus einem Teil des ehemaligen Reichsrundfunk-Brucknerorchesters von St. Florian und Linz hervor. Es war von Gauleiter August Eigruber im April 1945 in das beschlagnahmte Sanatorium Elisabeth in Bad Aussee eingewiesen worden.

Mag. Wolfgang G. Eckel ist Politikwissenschafter und Historiker.

Zahlreiche Publikationen, z.B. „Wienseer“ (1915), Wissenskammer-Verlag

Eintritt: € 18.-; Abendkasse

Anmeldung möglich: 0676/83622520, info@kammerhofmuseum.at



Historisches und gelebtes Handwerk im Ausseerland

Im Ausseerland haben verschiedene Formen des Handwerks eine lange Tradition.

Der geschickte Umgang mit dem Werkstoff Holz war für viele Arbeitnehmer der Saline Jahrhunderte lang Grundlage ihres bescheidenen Einkommens, sei es beim „Verheiraten“ der Holzdrallinge für die Soleleitung, dem Binden der Kufen für die Salzfüderl oder den vielfältigen Arbeiten in der Zimmerhütte.

Dass das Ausseer „Gwand“ mit seinen historischen Wurzeln heute nicht nur im Ausseerland geschätzt wird, verwundert in einer Zeit kurzlebiger, billiger Mode nicht. Die Ausseer Trachtenhandwerker beherrschen noch die alten Techniken, die dem Gwand seine Individualität und Schönheit verleihen.

 

Bei einer ganz speziellen Führung durch das Museum im Kammerhof und dem gemeinsamen  Erlebnissen im Museumskino ist mehr über das alte und das aktuelle Ausseer Handwerk  zu erfahren.


Das Salzkammergut als bronzezeitliche Sakrallandschaft der Ostalpen

Bundesdenkmalamt, Universalmuseum Joanneum und Kammerhofmuseum laden herzlich zur Teilnahme an einer außergewöhnlichen Veranstaltung am 4. und 5. Juni ein.

 

Seit fast 30 Jahren betreibt das Bundesdenkmalamt mit der Archäologischen Arbeitsgemeinschaft Salzkammergut und dem Heimatforschungsverein Salzkammergut mit Beteiligung weiterer Institute archäologische Prospektionen und Grabungen im Salzkammergut, vorwiegend im Tal der Koppen- und Kainischtraun. Diese Arbeiten wurden mit der Denkmalschutz-Medaille ausgezeichnet. Im Kammerhofmuseum Bad Aussee werden die durchgehend restaurierten Funde aufbewahrt. Eine Auswahl wird in der erst im März 2024 neu und professionell gestalteten Ausstellung präsentiert.

 

Aus den vielfältigen Ergebnissen dieser Forschungen wurde das Thema der bronzezeitlichen Sakrallandschaften mit ihren kultischen Depots und Opferplätzen herausgegriffen: in dem von Bundesdenkmalamt und Universalmuseum Joanneum veranstalteten Fachgespräch sollen die Beobachtungen aus dem Salzkammergut durch Fachleute aus mehreren Staaten mit ähnlichen Phänomenen aus den Ostalpen und darüber hinaus verglichen werden.

 

Die Veranstalter laden alle an den regionalen archäologischen Forschungen interessierten Personen herzlich zur kostenlosen Teilnahme an den einzelnen Veranstaltungen ein. Das Kammerhofmuseum schließt sich dieser Einladung an und weist auf die Abendveranstaltung am Dienstag, dem 4. Juni hin, die im Kammerhof stattfindet.

Detailliertes Programm und Termine: www.bda.at

Anmeldung bis 27.05. unter archaeo@bda.gv.atist unbedingt erforderlich! Bei ausschließlichem Interesse an der Abendveranstaltung ist die Anmeldung auch unter info@kammerhofmuseum.at möglich

 

 

Foto: copyr. Universalmuseum Joanneum


2024

 

Eröffnung der neuen Sonderausstellung im Kammerhofmuseum

Wolfgang Gurlitt - Kunsthändler und Profiteur in Bad Aussee

 

Bereits im Jahr 2022 fällte die „Arbeitsgemeinschaft Ausseer Kammerhofmuseum“ den Entschluss, das Kooperationsangebot des Lentos-Kunst-Museums für eine Ausstellung im Kulturhauptstadt-Jahr anzunehmen - die richtige Entscheidung, denn die Besucher erwartet eine Schau mit hochkarätigen Kunstwerken und interessanten Ausführungen zu einer schillernden Persönlichkeit aus dem Kreis der Kunsthändler – Wolfgang Gurlitt.

Die Ausstellung ist Teil eines Kulturhauptstadt-Projektes des Lentos-Kunstmuseums Linz -  drei unterschiedliche Kunstausstellungen an drei verschiedenen Orten  beschäftigen sich  mit der Bergung und dem Handel überwiegend beschlagnahmter Kunst während der Zeit des Nationalsozialismus. Während das Lentos in der Linzer Ausstellung „Die Reise der Bilder“ neben Hitlers geplantem „Führermuseum Linz“ und den geheimen Bergungen auch die temporären Kunstlager in St. Agatha, Bad Aussee, Altaussee und Bad Ischl/Lauffen thematisiert, behandelt die Ausstellung im Kammerhofmuseum das Leben und Wirken des Berliner Kunsthändlers Wolfgang Gurlitt und seiner jüdischen Geschäftspartnerin Lilly Christiansen. Beide Ausstellungen werden von Elisabeth Nowak-Thaller kuratiert.

Gurlitt lebte und wirkte fast drei Jahrzehnte lang mit seiner Großfamilie, der auch Lilly Agoston angehörte, in Bad Aussee, wo er 1949 eine wegweisende Ausstellung mit Werken moderner und zeitgenössischer Kunst gestaltete. 1946 übernahm er die Direktion der Neuen Galerie der Stadt Linz, heute Lentos Kunstmuseum, das mit der in Bad Aussee eingelagerten Sammlung ein problematisches Erbe verwaltet.

 

Dass Gurlitt in der unmittelbaren Nachkriegszeit in das damals rege Ausseer Kulturleben eingebunden war, zeigt der interessante Beitrag des Kammerhofmuseums - von den beiden Historikern Hans Michael Roithner und Wolfgang Eckel ehrenamtlich erstellt.

 

Die Ausstellung im Kammerhofmuseum wird am 27. März um 19 Uhr eröffnet.

 


Alte Artefakte und das Salz

Eröffnung zweier neu gestalteter Schauräume im Kammerhofmuseums

 

Die neu ausgeführten Ausstellungen „Die Archäologischen Schätze des Ausseerlandes“ und „Salz, - das weiße Gold“ sind eine „Eigenproduktion“  des Kammerhofmuseums, womit der große Bereich der Dauerausstellung des Museums neue Glanzpunkte erhält.

Am Ostermontag um 10.30 Uhr werden sie mit musikalischer Umrahmung durch die AldBadSeer Musi vorgestellt.

 

Seit fast drei Jahrzehnten gilt das Ausseerland als eine der wichtigsten archäologischen Fundregionen der Steiermark, was international für Aufsehen sorgt. Alle Funde wurden wissenschaftlich bearbeitet und dem Kammerhofmuseum von Bundesdankmalamt als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt. Sie werden vom Kustos Matthias Poinitinger bestens bereut. Kurator der neuen Ausstellung ist der Joanneums-Archäologe Daniel Modl – ein „Glücksfall“ für das Kammerhofmuseum.

 

 

Dass das Salz fast ein Jahrtausend lang das wirtschaftliche, soziale und kulturelle Leben im Ausseerland geprägt hat, ist hier auch allbekannt. Die partielle Neugestaltung der Ausstellung war allein schon der Bedeutung ihrer Inhalte wegen höchst an der Zeit.  Kustos Ernst Gaisbauer und Vereins-Obfrau Sieglinde Köberl sind die ehrenamtlichen Kuratoren. Sie haben altes Wissen um das „Weiße Gold“ neu aufbereitet und sich dabei bemüht, den großen Ausstellungsraum nach  einem didaktisch durchdachten Konzept neu auszugestalten.

 


Das waren die Veranstaltungen 2023

 

Museumsbesuch voller Überraschungen

Für Jung & Alt

 

Als Ersatz für den Entfall der „Langen Nacht des Kammerhofmuseums“ lädt unser Museum Jung und Alt herzlich ein, das Kammerhofmuseum am Freitag, den 27. Oktober auf eine besondere Art zu erleben:

 

Um 16 Uhr

erwarten wir Kinder, die noch nicht zur Schule gehen, aber neugierig sind und zu einer abwechslungsreichen Forschungstour durch unser aufregendes Museum aufbrechen wollen – natürlich mit kind- und sachkundiger Lenkung!

Um 17 Uhr

werden Schulkinder erfahren, dass Lernen im Museum auch lustig und spannend sein kann. Bei einer spannenden Rätselrallye durch das Museum kommt bestimmt keine Langeweile auf. Fach – und schulkundige „Wegweiser“ helfen bei der Suche.

 

Um 19 Uhr

kommt sicher keine Langeweile auf, wenn Monika Gaiswinkler und Peter Grill dem Museum auf ihre kreative Art auf den Grund gehen. Ihre

Stegreifgeschichten über das Museum

werden regelmäßig von einer musizierfreudigen Ausseerland-Combo unterbrochen.

Bitte anmelden!

Anschließend

Museumsbeisl

Zweng an Brot, an Bier oder an Glasl Wie(n),

Redn`s ma sogoa s`Museum no ei(n)!

 

Kindertour: € 4.-, Stegreifgeschichten: € 13.- (Für Mitglieder: € 10.-)

 

 


 

Sonntag, 1. Oktober, 10:30 Uhr

Aus dem Archiv der Bildenden Kunst

 

Die Auswahl an Ölgemälden, Aquarellen, Grafiken und Zeichnungen stammt aus Ankäufen und Schenkungen an das Kammerhofmuseum. Alle ausgestellten KünstlerInnen hatten eine enge Beziehung zum Ausseerland.


Mo., 31.07.2023 20:00 Uhr

Buchpräsentation der Buchhandlung Ribitsch-Solar

Florian ScheubA

liest aus dem Buch

Wolfgang Georg Fischer –

die Rückseite der Bilder

aufgezeichnet von Peter Stephan Jungk

Wolfgang Georg Fischer (1933-2021) träumte von einem Schriftsteller-Leben, studierte aber auf Wunsch seines Vaters - des Galeristen Harry Fischer - Kunstgeschichte und kam in der Folge nie mehr von der Galerie los. Die Marlborough Gallery und Fischer Fine Art waren Drehscheiben vieler Kunstgrößen der Moderne.

In seiner Autobiografie "Die Rückseite der Bilder", die auf umfangreichen Tagebüchern sowie Gesprächen mit Peter Stephan Jungk beruht, erzählt Fischer freimütig seine ganz persönliche Kunstgeschichte -  ein packendes Stück Zeit- und Kunstgeschichte!

 

 

Voranmeldungen bitte unter Tel. +43 3622 537 37 


Freitag, 21. Juli, 20 Uhr im Kaisersaal
Jürgen Kaizik liest aus seinem  neuen Roman

„Die gerühmte Frau“

 

 

LEBEN UM ZU SCHREIBEN.
Jung, begabt, erfolgreich & weiblich: Was kostet eine Karriere? 


Gewidmet ist der Roman der österreichischen Schriftstellerin
BRIGITTE SCHWAIGER (1949 – 2010) 
Mit ihren ersten Büchern erreichte sie Hunderttausende. Sie schrieb als Frau „nicht nur für Frauen“, wie sie selbst erklärte. Solange die Auflagen stimmten, wurde sie gerühmt.
Was aber damals, vor fünfzig Jahren, kaum jemand sehen wollte, war ihre leidenschaftliche Suche nach einer Wahrheit, die man verstehen und leben kann. Sie wollte nicht, dass einmal Psychiaterinnen und Therapeuten das letzte Wort über Gefühle haben sollten. Ihr Vermächtnis stellt heute noch viele Fragen an uns. DIE GERÜHMTE FRAU erzählt in poetischer Sprache, aber auch mit reichlich Wortwitz eine dramatische, etwas mystische Liebesbeziehung, die sehr romantisch beginnt und sich anlässt, als würde etwas ganz Großes daraus werden…Wer Liebesgeschichten mag, mit einem Hauch von Ingmar Bergmann, wird diesen Roman von Jürgen Kaizik lieben.  
 

Jürgen Kaizik

1950 in Wien geboren, studierte Mathematik, Philosophie und Germanistik in Wien und Saarbrücken sowie Regie am Max Reinhardt Seminar. Dissertation über Robert Musil. Zahlreiche Theaterstücke, Drehbücher und Romane. Der freie Autor, Theater-, Film- und TV-Regisseur lebt in Wien, Berlin und Bad Aussee.

In Bad Aussee kennt man ihn seit 15 Jahren als Leiter der Theatergruppe BLUATSCHWITZBLACKBOX

Ihre Veranstaltungen finden heuer erstmals im Marianne Kopatz Kulturhaus statt.

www.bluatchwitzblackbox.eu 




Samstag, 1. April, 19 Uhr, Kammerhofmuseum

Ein heiterer Abend mit dem Museumsteam und Aquae-Salis-Musikanten zur Eröffnung der neuen Museumssaison

„Wenn Objekte Geschichten erzählen“

Museumsobjekte sind Botschafter unserer Geschichte und tragen dazu bei, sie zu verstehen. Ein Museumsobjekt ist ein historischer Lernbehelf, allerdings mit dem Potenzial, gefährliche Langeweile zu erzeugen – und das ist die Krux! Aber Museumsobjekte lassen viel aus sich herausholen, über die Region, aus der sie stammen, über Ereignisse und über Menschen, die sie gefunden, bearbeitet, ausgestellt haben.

Kurzum – jedes Objekt hat seine individuelle Geschichte, die mit Begeisterung erzählt werden will.

Einige Objektgeschichten sind an diesem Abend zu hören – erzählt von MuseumsmitarbeiterInnen, moderiert von Peter Grill und musikalisch untermalt von vorzüglichen Musikanten.

Anmeldung wird erbeten: Tel: 0676/83622520                                                                                                                               

 

 


Das waren die Veranstaltungen im Jahr 2022

 

 

 Edith Schreiber-Wicke ist nicht nur als vielfach ausgezeichnete Kinderbuchautorin weit über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt. Sie schreibt auch Lyrik und Geschichten für Erwachsene – und das in Grundlsee, Wien und Venedig, wo sie mit ihrem Mann Friedel und ihrem Hund Bea lebt.

Es war für uns eine große Freude, als wir erfuhren, dass ihr jüngstes, faszinierendes Buch bei uns im Kammerhof-museum vorgestellt werden sollte.  Darin erzählt sie von der jüdischen Sängerin Lilly Salomon, die 1943 nach Venedig flüchtet, erfüllt von der Hoffnung, die Venezianer seien „anders“. Doch auch in Venedig kommt es zur Deportation jüdischer Bewohner. Ein dunkles Kapitel der Geschichte Venedigs öffnet sich – eindrucksvoll dargestellt in einem fesselnden Roman.

Am Montag, den 31. Oktober liest die Autorin aus ihrem neuen Buch „Im Schatten deiner Flügel“. Begleitet wird sie von Herbert Randacher und Freunden, die an diesem Abend Klezmer Musik zum Besten geben. Beginn ist um 18 Uhr.


 

Langer Tag des Kammerhofmuseums

Samstag, 1. Oktober 2022, 11 - 20 Uhr

 

Als Alternative zur „Langen Nacht der Museen“ verlängert das Kammerhofmuseum seine Öffnungszeit bis 20 Uhr.        Der Eintritt ist ermäßigt.

 

Um 11 Uhr geleiten die beiden Kuratoren der neuen Sonderausstellung „Ausseer Karikaturen“, Peter Grill und Sieglinde Köberl, interessierte Besucher durch die Ausstellung.

 

Um 15 Uhr startet eine aufregende Tour durch das Museum. Doris Bittmann weiß, was Kindern gefällt.

 

Auf Fossilienfreaks wartet die im Vorjahr völlig neu gestaltete Fossilienausstellung. Sie wird an diesem Tag durch mehr als 200 Millionen Jahre alte Versteinerungen aus einer berühmten Fundstelle im Ausseerland erweitert. Der Geologe und Kurator der Ausstellung, Dr. Gerhard Mandl führt um 15 Uhr und um 16 Uhr durch die Ausstellung.

 

Um 18 Uhr beginnt eine kurzweilige Führung durch den gesamten Ausstellungbereich – mit Bertl Stenitzer.

 

Während der gesamten Öffnungszeit (11 – 20 Uhr) sind alle Ausstellungen zugänglich.

 

 

Zum Herunterladen gibt es die nagelneue Handy-App: www.kammerhofmuseum.at 

 

 

 


 

Donnerstag, 4. August, 18:30 Uhr

Eröffnung der Ausstellung "Ausseer Karikaturen"


Samstag, 9. Juli, 19 Uhr

Eröffnung der Ausstellung "Adolf Degenhardt"


Samstag, 28. Mai (Narzissenfest-Samstag), 10:30 - 12:30 Uhr

"Erlebnis-Vielfalt" - Vier Experten präsentieren ihre Lieblingsabteilung

Uralte Relikte - Fossilien, Höhlentiere und die Eiszeit

Das weiße Gold - Das Salz und die Geschichte der Region

Goldenes Handwerk - Was alles zur Tracht gehört

Ausseer Lebensmuster - BauArt, Brauchtum, Volksmusik

 

Ein beliebiger Wechsel ist nach jeder halben Stunde möglich!

 

ab 15 Uhr: Museumsbeisl


Freitag, 20. Mai, 18:30 Uhr

Geowissenschaftliche Führung im Kammerhofmuseum

 

Obfrau Mag. Sieglinde Köberl gestaltet einen abwechslungsreichen Streifzug durch die Eiszeit-Ausstellung, die Höhlenkunde sowie die neue Abteilung „Gesteine und Fossilien“.


VON AUSSEE NACH JAPAN

 

Die abenteuerlichen Reisen 1867-1877 des Fotografen Michael Moser

 

Vortrag und Buchpräsentation von

 

Mag. Alfred Moser, Enkel von Michael Moser

 

 Donnerstag, 19. Mai, 19 Uhr

 

 

Michael Moser (1853-1912) war eines von sieben Kindern eines Salzbergarbeiters in Altaussee. Vierzehnjährig lernte er in Altaussee den Wiener Fotopionier Wilhelm Burger kennen und durfte ihm als Gehilfe nach Wien folgen. Burger war 1868 als Expeditionsfotograf auf einer k.k. Mission mit zwei Kriegsschiffen nach Ostasien unterwegs. Michael durfte als Gehilfe mitkommen. Die Schiffe erreichten erst nach einem Jahr Japan. Michael entschloss sich, in Japan zu bleiben - ohne Geld und ohne Sprachkenntnisse. Nach extremen anfänglichen Schwierigkeiten lernte er die japanische Sprache rasch in Wort und Schrift, Englisch, Italienisch und etwas Französisch.

 

Michael reiste als Fotograf für die Zeitschrift „The Far East“ durch Japan und dokumentierte Land und Leute. 1873 war er Dolmetscher der japanischen Delegation bei der Weltausstellung  in Wien, nach der Rückkehr in Tokyo Fotograf in Regierungsdiensten. Er wurde dem Kaiserpaar vorgestellt. 1876 war er wieder Dolmetscher der Japaner bei der „Centennial Exhibition“ in Philadelphia.

 

Nach seiner Rückkehr eröffnete er in Aussee ein Fotoatelier und wurde bald der führende Fotograf im Salzkammergut.

 

Michael Mosers Fotografien und Berichte zählen zu den wertvollsten Dokumenten, die wir über das Japan der damaligen Zeit besitzen. Sein Leben und Werk wurde in den letzten Jahren intensiv von Wissenschaftlern der Tokyo-University und der Nihon-University erforscht. Siestatteten auch Bad Aussee einen Arbeitsbesuch ab.

 

Das Kammerhofmuseum besitzt eine große Sammlung an Fotoplatten sowohl mit Motiven aus Japan als auch aus der Zeit in Aussee sowie eine große Fotosammlung. Die fachkundige Betreuung der wertvollen Sammlung obliegt dem Kustos Peter Grill.

 


Das waren die Veranstaltungen im Jahr 2021

 

29. Oktober 19 Uhr

 

Karin Hochegger

 

liest aus ihrem neuen Buch

 

Bäume lesen lernen

 

Naturkundliche Streifzüge im Jahreslauf

 

In ihrem neuen Buch entführt uns Karin Hochegger in die Welt der Bäume, die sie mit großer Sensibilität wahrnimmt und mit all ihren Erscheinungsforen und jahreszeitlichen Veränderungen studiert. Denn das Aussehen unserer Landschaft ist geprägt von Bäumen. Entstanden aus dem Zusammenspiel von Wind, Licht, Regen, Boden und menschlichem Einfluss ragen sie meterhoch in den Himmel.

 

Karin Hochegger nimmt uns mit auf einen Streifzug in das dichte Grün der Blätter. „Aktuelle Forschungsergebnisse lassen uns einmal mehr erkennen, dass Bäume nicht nur unser Klima beeinflussen, sondern sich auch auf unsere seelische Befindlichkeit auswirken.“ weiß die Autorin zu berichten.

Neben spannenden Geschichten über das faszinierende Leben der Bäume steht vor allem der achtsame Umgang mit den grünen Riesen im Vordergrund.

 

Es erwartet uns ein Buch, das uns lehrt, die Natur zu jeder Jahreszeit mit allen Sinnen wahrzunehmen. Freuen wir uns auf einen Waldspaziergang der besonderen Art!

Karin Hochegger
Dipl.-Ing. Dr., geboren 1965 in Wien, studierte Landwirtschaft an der Universität für Bodenkultur und promovierte über Baumgärten in Sri Lanka. Bäume bilden seither einen wesentlichen Schwerpunkt ihrer Arbeit. Sie ist auch Autorin von Gartenbüchern.

 

Karin Hochegger arbeitet als Naturschutzbeauftragte der Steiermärkischen Landesregierung im Ausseerland und Ennstal. Sie lebt mit ihrer Familie in Bad Mitterndorf.

 

 

 


 

Fest des Kammerhofmuseums

 

 

Anlässlich ihres zwanzigjährigen Bestehens lädt die Arbeitsgemeinschaft Ausseer Kammerhofmuseum zur Teilnahme an den Veranstaltungen am 2. und 3. Oktober ein. Das Museumsteam freut sich auf rege Teilnahme!

 

Samstag, 2. Oktober

 

10.30 Uhr

 

Das Museum kennenlernen - Führung für Kinder

 

Es führen die beiden Pädagogen Doris Bittmann und Bertl Stenitzer.

 

Der Eintritt ist frei.

 

Für Kinder ab 12 Jahren gilt die FFP2-Pflicht.

 

 

 

14 – 17 Uhr

 

Museum geöffnet

 

Zusätzlich stellen die Kustoden der beiden neu gestalteten Abteilungen Historische Tracht/Trachtenhandwerk (M. Gaiswinkler), und Fossilien und Geologie (Dr. G. W. Mandl, Werner Kerndler) und der Abteilung Archäologie/Salzwesen (Ing. M. Pointinger, DI E. Gaisbauer) ihre Ausstellungsbereiche persönlich vor:

 

14 Uhr: Archäologie und Salzwesen, Faszination Fossilien

 

15 Uhr: Historische Trachten/Trachtenhandwerk, Archäologie und Salzwesen

 

16 Uhr: Historische Trachten/ Trachtenhandwerk, Faszination Fossilien

 

Eintritt: € 5.-

 

FFP2-Pflicht nur für Ungeimpfte (und nicht während des vergangenen halben Jahres Genesene)

 

 

 

19 Uhr

 

Ausseer Millionen-Quiz

 

mit Bernhard Laimer, spannenden Fragen und bekannten Kandidaten                   

 

Eintritt: € 7.- 

 

Um Anmeldung wird gebeten. Es gilt die 3G-Regel, deshalb keine FFP2-Pflicht

 

  

 

 

 

Sonntag, 3. Oktober, 10.30 Uhr

 

Matinee aus Anlass des 120. Geburtstages von Hans Gielge

 

Hans Gielge – Texte und Lieder

 

Mit Peter Grill, dem Hinterberger Viergesang und den Ziambambuam.

 

Eintritt: € 15.-

 

Um Anmeldung wird gebeten. Es gilt die 3G-Regel, deshalb keine FFP2-Pflicht

 

 

 

Ausseer Kammmerhofmuseum, Chlumeckyplatz 1

 

www.kammerhofmuseum.at, info@kammerhofmuseum.at, Tel. 0676/83622520

 

 


 27. August, 20.00 Uhr

Irmtraud Fischer

liest aus ihrem neuen Buch

Liebe, Laster, Lust und Leiden

Sexualität im Alten Testament

 

Die Bibel und insbesondere das Alte Testament wurde häufig verwendet, um ungleiche Geschlechterverhältnisse, eine restriktive Sexualmoral oder das Verbot von gleich-geschlechtlichen Beziehungen zu rechtfertigen. Dieses Buch zeigt in leicht lesbarer Form, aber nahe am Text, die vielfältigen Aussagen der Hebräischen Bibel über Sexualität auf: von den Schöpfungser-zählungen über rechtliche Regelungen der Geschlechtlichkeit, Liebeslieder, die ein ganzes Buch füllen, und Beschreibungen des Glücks und der Mühen sexueller Beziehungen bis hin zu den unerträglichen Texten über sexuelle Gewalt, die selbst Gott als Komplizen vorstellen.

In Anbetracht der erschreckenden Missbrauchsfälle werden Lesende sprachfähig gemacht und entdecken die Bedeutungs-dimensionen biblischer Texte für Gesellschaften mit Geschlechterdemokratie.

 

Die Autorin:

Univ. Prof. Dr. Dr. hc. Irmtraud Fischer ist gebürtige Ausseerin. Sie lehrt Altes Testament an der Universität Graz.

 Als Vizerektorin für Forschung und Weiterbildung an der Karl-Franzens-Universität Graz  gründete sie 2009 die transdisziplinäre Symposiumsreihe Ausseer Gespräche.

 

Anmeldung erbeten!

Es gelten die aktuellen Covid-19-Regeln!